Performance KünstlerInnen A-Z

Hakan Tuğrul (*1985) lebt heute als Santur-Solist, Komponist und Santur-Lehrer in Berlin und Istanbul. Von Jugend an begeistert von Musik, entdeckte er 2009 die Santur. Zunächst Autodidakt, erweiterte er seine Fähigkeiten auf Reisen durch Iran, wo er viele Santur-Meister, darunter Ali Bahrami Fard, anerkannter Santur-Solist und Dozent an der Universität in Teheran, kennenlernte. Hakan ist Verfasser von Kompositionen für Alben (“Coalesce”, Temir Taikşa u.a., 2014), Dokumentationen und Filme. Mit Musikprojekt „Ebed Trio“ Teilnahme an verschiedenen Musikfestivals wie dem Mystic Music Festival (Lettland), Mystic Rose Festival (Griechenland), Sufi Celebration (Griechenland), Hermitage Urban Spiritual Hub (Rumänien). Engagements in Meditations- und Yogakursen in der Türkei, Griechenland und Deutschland. Mit Ney-Spieler Tayfun Guttstadt 2018 gemeinsamer Auftritt beim Fusion Festival in Deutschland mit dem Projekt „Efendi Groove“. 

Kana Tanaka wurde in Japan geboren und begann 1997 Hip-Hop und Jazz Dance zu erlernen. Nach dem Abitur ging sie nach New York, um sich am Broadway Dance Center und der Tanzschule Steps On Broadway weiter ausbilden zu lassen. Nachdem sie nach Japan zurückgekehrt war, arbeitete sie als Background-Tänzerin von Musikern und nahm an zahlreichen Tanzfestivals in Japan teil. Seit 2005 setzte sich Kana mit zeitgenössischem Tanz auseinander und startete eine professionelle Tanzkarriere. Während des fortlaufenden Trainings entwickelte sie ihren eigenen Tanzstil. 2006 begann Kana als Mitglied der Tanzgruppe BabyQ unter der Leitung von Yoko Higashino zu arbeiten. Außerdem nahm sie an verschiedenen Tanzfestivals in Europa und Asien teil. Als Solotänzerin im zeitgenössischen Tanz arbeitete sie mit vielen unterschiedlichen Künstlern zusammen. Seit 2012 lebt sie in Berlin.



Lilian Noetzel (*1963) ist freie Autorin, Lektorin und Dozentin. Zum Text kam sie ursprünglich vom Textil aus: die ausgebildete Handweberin absolvierte das Studium der Rhetorik (Lehrstuhl gegründet von Walter Jens), Literaturwissenschaften, Mediävistik und parallel ein praxiskünstlerisches Zusatzstudium in Literatur und Theater im Studio Literatur & Theater der Universität Tübingen unter der Leitung von Uwe Kolbe mit Zertifikatsabschluss. Nach dem Examen hielt sie von 2007 bis 2013 regelmäßig Lehrveranstaltungen in Stilistik und in Kreativem Schreiben am Seminar für Allgemeine Rhetorik, Philosophische Fakultät der Universität Tübingen. Nach der Publikation von Belishs Garten folgten weitere Veröffentlichungen (Essay, Erzählung, Lyrik), Stipendien, Preise (u.a. Georg-K.-Glaser-Förderpreis 2015), Lesungen, Performances. Lilian Noetzel arbeitet bei der Künstler- und Medienagentur NeueMedia Berlin.

Michael Aquarius, Gitarrist und Sänger, in den 1950er Jahren im Südschwarzwald geboren. Mit 15 Jahren Gründung der ersten Band, ab 18 Auftritte mit regional bekannter Band "The Pearls", die bei um die 75 Auftritten im Jahr große Hallen und Festzelte von bis zu 3500 Zuschauern begeisterte. Nach einer Zeit in Amsterdam kam er 1984 nach Berlin und ist hier seitdem als Singer und Songwriter unterwegs. Inspiration und Vorbild sind die lyrisch-sinnlichen und lebensphilosophischen Songs von Leonard Cohen aber auch Klassiker der Folkmusik aus den 1960er und 1970er Jahren. Die  selbst komponierten und getexteten Songs haben oft eine gesellschaftskritische Botschaft.

Yossi Gutmann (*1947 in Tel Aviv, ┼ 2019 in Berlin) studierte mit Odeon Partos, Noam Sheriff und William Primrose. Dank der Unterstützung von Yehudi Menuhin kam er als 16-Jähriger nach Europa. Er war Schüler von Nadia Boulanger, Tibor Varga und Sergiu Celibidache. Als Erster Solobratschist arbeitete er bei den Hamburger Symphonikern, beim Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, DSO) und bei den Bayreuther Festspielen. Er ist Professor Emeritus in Musik, Haydn Konservatorium, Eisenstadt, Österreich. Außerdem wirkte Yossi Gutmann in einigen berühmten Kammermusik-Gruppen wie dem Amati Ensemble mit. Er gehörte zu den Mitgründern des MelosQuartetts und gründete unter anderem das Stradivari Sextett Habisreutinger und The Gutmann/Maile Ensemble Berlin. Fasziniert von neuer Musik und experimentierfreudigen Avantgarde-Kreisen, arbeitete Yossi Gutmann mit Péter Eötvös, Karlheinz Stockhausen und Steve Lacy zusammen. Für das Ungarische/New Yorker Avantgarde SQUAT Theatre komponierte er mehrere Stücke. Namenhafte Komponisten haben für ihn geschrieben, Yehuda Yannay widmete ihm das Viola solo „Exquisite for Viola“ 2013. Yossi Gutmann lebte seit 2013 als freischaffender Künstler in Berlin.